Mai 7 2012

8. Mai 2012 Jahrestag der Befreiung: Gedenkveranstaltung in Krefeld am Mahnmal für die ermordeten Krefelder Antifaschist*Innen auf dem neuen Friedhof

Das “Bündnis für Toleranz und Demokratie Krefeld” lädt ein:

Nie wieder Krieg

Nie wieder Faschismus

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Freundinnen und Freunde,

anlässlich des Jahrestages der Befreiung vom Faschismus am
8. Mai 1945 laden wir ein zu einer

Gedenk- und Mahnveranstaltung
am 08. Mai 2012 um 17:00 Uhr

am  Mahnmal  für  die  ermordeten  Krefelder  Anti-faschistinnen und Antifaschisten auf dem neuen Friedhof
hinter dem Krematorium, Eingang Gladbacher Str.

Von  dort  aus  werden  wir  zum  Gräberfeld  der  in  Krefeld
während  des  Faschismus  ermordeten  und  umgekommenen
Zwangsarbeiterinnen  und  Zwangsarbeiter  auf  dem  alten
Friedhof  ziehen  und  dort  unsere  Gedenk-  und
Mahnveranstaltung beenden.

Wir  laden  alle  demokratisch  gesinnten  Krefelderinnen  und
Krefelder ein, gemeinsam mit uns aller Opfer des Faschismus
zu  gedenken.  Lassen  Sie  uns  gleichzeitig  ein  Zeichen  dafür
setzen, dass wir alles in unserer Macht stehende tun werden,
damit letztlich Humanismus, Toleranz und Demokratie über die
Unmenschlichkeit siegen.

Veranstalter:  Aurel  Billstein  Geschichtswerkstadt ● Bündnis  90/Die
Grünen Kreisverband  Krefeld ●  Bündnis  Krefeld  für  Toleranz  und
Demokratie ● DGB  Krefeld●  DIE  LINKE.  Kreisverband  Krefeld ●
Krefelder  Friedensbündnis  ●  Kreisvorstand  der  Deutschen
Kommunistischen  Partei  Krefeld  /  Linker  Niederrhein  ●  SPD
Unterbezirk Krefeld ● VVN Krefeld


Mai 6 2012

Krefeld/Mönchengladbach 04.05.12: Kaputter Lautsprecher, Verspätung und Pfeifkonzert statt menschenverachtende Propaganda

Am 4. Mai wollte Pro NRW ihre menschenverachtende Ideologie anlässlich der sogenannten „Moschee Tour“ in Krefeld und Mönchengladbach verbreiten, was jedoch dank des Engagements von Antifaschist*innen vereitelt wurde.

(Foto: Mönchengladbach)

Vor der Ankunft des Pro-NRW-Trosses in Mönchengladbach sammelten sich bereits an die 100 Gegendemonstrant*innen vor der Moschee. Nachdem die Rechten eintrafen, wurden sie von schallendem Lärm begrüßt, der die ganze Zeit über nicht abreißen sollte. Zu Beginn der Kundgebung schlich sich eine Antifaschist*in mit einem “leicht veränderten” Pro-NRW-Plakat auf die rechte Kundgebung was von der Gegenkundgebung mit Lachen begrüßt wurde. Nach einigen Minuten wurde diese Person jedoch bemerkt und der rechte (Mini-)Mob tobte und beleidigte die Polizei. Diese ließ sich jedoch nicht weiter reizen, bis dann auf einmal ein*e junge*r Antifaschist*in über die Straße rannte und durch den entstehenden Windsog leider einer der Lautsprecher derartig unglücklich auf die Straße stürzte, dass dieser nicht mehr einsatzbereit war.

(Beide Fotos Mönchengladbach)

Bei der Abreise wollte es sich Pro-NRW nicht nehmen lassen, nochmal provozierend nah an der antifaschistischen Kundgebung und der Moschee vorbei zu fahren. Folge dieses unüberlegten Handelns war ein Glasschaden. Danach war der braune Spuk auch so schnell vorbei, wie er gekommen war und die 300 Gegendemonstrant*innen (beachtlich für 11 Uhr werktags) machten sich in Teilen noch auf den Weg nach Krefeld.

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Dort angekommen konnte Pro NRW ihre Kundgebung nicht planmäßig starten, da die 3 Eingänge von den rund 170 (laut Polizei) Aktivist*innen blockiert wurden. Stattdessen mussten diese leider, sichtlich genervt, Kreise durch Krefeld drehen.
Wegen des hohen Polizeiaufkommens schafften es die Rechten dann doch mit einer knappen Stunde Verspätung in ihren Kessel und begannen hektisch mit der Kundgebung.

(Foto Krefeld)

Anzumerken ist, dass die Polizei Pro-NRW, statt auf den zugewiesen und vereinbarten Platz, in direkte Sichtweite zur Moschee lies.
Doch war wegen der angehoben Lautstärke kein Wort von diesen zu verstehen. Auch die Nutzer*innen der Moschee ließen sich trotz rassistischer Karikaturen nicht provozieren, sodass Pro- NRW schnell die Lust an ihrer Kundgebung verlor. Vereinzelte Salafisten, die in den Straßen rumliefen, haben sich nicht offensiv gezeigt.

Leider bewies die Polizei beim Aufstellen der Hamburger Gitter keine sonderlich ausgeprägte Weitsicht, da sie diese so platzierte, dass die Blockierer*innen die Absperrung selber aufrecht erhalten konnten. Letzten Endes wählte der Pro-NRW-Bully dann die Ausfahrt mit der geringsten zu erwartenden Gegenwehr. Dort jedoch formierten sich circa. 10 Aktivist*innen die dort eine Sitzblockade einrichteten. Diese Menschentraube brachte den grün-braunen Konvoi merklich ins stocken, welcher dann ohne Rücksicht auf Verluste einen halben Meter an ihnen vorbei eskortiert wurde.

(Foto RP)
Letztendlich konnte die Veranstaltung von Pro-NRW um fast eine Stunde verzögert werden, ihre (nun nur noch mit einem Megaphon betriebene) Propaganda-Rede durch die erzeugte Lärmkulisse übertönt werden, sodass nichts mehr davon zu verstehen war und die Grauen Wölfe haben sich dezent im Hintergrund gehalten.

Den gelungenen Abschluss bildete eine unangemeldete, selbstbestimmte Spontandemonstration vom Ort der Gegenkundgebung aus bis zum Krefelder Hauptbahnhof. An dieser nahmen etwa 30 Personen teil, um gemeinsam ihren Unmut über die rechtsradikalen Aktivitäten in Krefeld und anderswo in die öffentliche Wahrnehmung zu tragen und diesem mit Parolen wie „Nationalismus raus aus den Köpfen“ oder „Für die Freiheit, für das Leben, Nazis von der Straße fegen“ etwas entgegen zu setzen. Die Bahn-/Hansastr. eignete sich dazu hervorragend.
Für Krefeld ist dies ein großer Erfolg.

An dieser Stelle nochmals vielen Dank an den Kiosk-Verkäufer, der spontan jeder*jedem Gegendemonstrant*in 2 Bierflaschen schenkte. Bei dem sonnigen Wetter ein gelungener Abschluss.

Antifaschist*innen aus Krefeld
Gegen jeden Nationalismus

 


Apr 17 2012

ProNRW und Grauen Wölfen entgegentreten! 04.05.2012

 

In unserer Gesellschaft sollte kein Platz für Rassismus, Nationalismus und Diskriminierung sein. Doch die Realität sieht ganz anders aus:
Zuletzt erlangten die Morde des NSU traurige Berühmtheit. Über 10 Jahre lang wurden Menschen ermordet, die nicht in das Weltbild der Rassistin*Innen passten. Doch diese Morde waren keine Einzelfälle:
Laut der Amadeus-Antonio-Stiftung gab es in der BRD seit 1990 182 Todesopfer durch Übergriffe von Neonazis. (Die Regierung spricht von gerade einmal 59!)

ProNRW gibt sich nach außen hin zwar betont bürgerlich und zivil, jedoch ist dies nichts anderes als eine perfide Taktik der Rechtspopulist*Innen. Im Wahlprogramm der selbsternannten “Bürgerbewegung” finden sich offen rassistische Forderungen. Neben Slogans wie “Freiheit statt Islam” und “Nein zur Marrokaner-Moschee” fantasiert die „Bürgerbewegung“ eine “Migrantenlobby” herbei.

Zur Landtagswahl 2012 wollen die Rechtspopulist*Innen erneut Wähler*Innenstimmen durch menschenfeindliche Forderungen und Aktionen, wie z.B. ihre “Moscheen-Tour” (ProNRW-Slogan), sammeln, bei der sie konsequent gegen Muslime, Homosexuelle und Andersdenkende hetzen.

Wir stellen uns entschlossen und solidarisch gegen diese rassistische Hetze!

Anzumerken ist allerdings auch, dass es sich bei der “Yavuz Sultan SelimCami-i”-Moschee um einen Sammelpunkt der Grauen Wölfe handelt. Bei dieser Gruppierung (Türkisch: Bozkurtlar) handelt es sich um Mitglieder einer rechtsradikalen Partei der Nationalistischen Bewegung, welche in den letzten Jahren vermehrt durch gewalttätige Übergriffe gegenüber andersdenkenden Mitmenschen auffielen.

Nationalismus ist kein deutsches Phänomen!

Wir stellen uns konsequent gegen jeden Nationalismus, egal aus welcher Richtung! Wir wollen weder Rechtspopulist*Innen wie Pro NRW, noch rechtsradikale Gruppierungen, wie die “Grauen Wölfe”! Wir brauchen weder Neonazis, noch die NPD, REPs oder die so genannten “Autonome Nationalisten”.

Wir wollen ein deutliches Zeichen setzen!
Unterstützt uns bei den Protesten. Kommt zur Kundgebung. Erteilt Rassismus & Nationalismus eine Absage.

Seid kreativ, laut und friedlich. Bringt eure Freund*Innen mit und lasst uns gemeinsam den Rassist*Innen und Nationalist*Innen zeigen, was Wir von ihnen halten!

Gegen Rassismus!
Gegen Nationalismus!

Krefeld 04. Mai 2012 – Seidenstraße 6 – 13:30 Uhr

Wir behalten uns vor, Menschen mit rassistischer/nationalistischer/sexistischer/homophober Ideologie von der Zusammenarbeit auszuschließen!

http://gegenjedennationalismus.noblogs.org


Apr 11 2012

Naziaufmarsch am 1. Mai in Bonn

Einschätzungen und Informationen der Antifa Bonn/Rhein-Sieg

Nachdem die Gerüchteküche schon seit einigen Wochen über einen bundesweiten Naziaufmarsch am 1. Mai in Bonn mutmaßte, wurde das Gerücht letzte Woche durch die Anmeldung in Bonn Gewissheit.
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Apr 3 2012

07.04: Aufruf: Stolberg 2012 – Gemeinsam den Naziaufmarsch blockieren!

Seit 2008 instrumentalisieren Nazis den Tod eines Jugendlichen in Stolberg für ihre rassistische Propaganda. Dabei ist ihr Ziel in Stolberg einen Märtyrerkult aufzubauen, ähnlich dem, der etwa im schwedischen Salem besteht. In Neonazikreisen setzte sich eine Konstruktion der Ereignisse durch, die auf Opfermythos, Märtyrerkult und Rassismus setzt. Es wurde ein Bild gezeichnet, nachdem die Tat nur ein weiteres Beispiel, für eine ständige Verfolgung „der Deutschen“ durch MigrantInnen, durch Linke und durch eine breite Öffentlichkeit sei, gegen die sie sich gemeinsam, entschlossen und gewaltsam zur Wehr setzten müssten. Kevin P., der Getötete wurde stilisiert zum »Held, der für Deutschland fiel«, zum »Soldat, im Kampf ermordet«, zum »Märtyrer für die national(sozialistisch)e Sache«, eben als einer der ihren. Und wenn schon nicht einer der ihren, denn in dieser Frage sind sich die Neonazis nicht einig, so war er doch wenigstens »ein junger Deutscher«. Dass es sich bei dem Streit um einen sogenannten Beziehungsstreit handelte, erwähnten sie nicht.
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Mrz 26 2012

M31 – European Day against Capitalism

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Seit Monaten spitzt sich die Kredit- und Schuldenkrise in der EU (und global) zu. Auf immer neuen Regierungskonferenzen werden Notprogramme beschlossen, um den Kapitalismus in Europa zu sanieren. Glaubt man Politik und Medien, drohen sonst Zusammenbruch, Rezession und neue Armut. Mit diesem Drohszenario werden marktradikale Reformen durchgesetzt, die unsere Gesellschaft und unser Leben auf Jahrzehnte bestimmen – wenn wir uns nicht wehren. In den ersten Jahren der Krise hieß es, der Kapitalismus müsse gezügelt werden. Banken und Konzerne sollten einen Teil der Lasten tragen, die sie selbst mit verursacht hatten. Doch gerade passiert das genaue Gegenteil: Die Herrschenden in der EU, ihren Mitglieds- und Beitrittsstaaten setzen auf mehr „Wettbewerb“ und einen brutalen Sparkurs, um das „Vertrauen“ und die Profite der Privatwirtschaft zu sichern. Für einen Großteil der Bevölkerung bedeutet dies eine zunehmende Verarmung und Verschärfung ihrer Lebensbedingungen. Es zeigt sich: Kapitalismus heißt Krise und Ohnmacht, Armut inmitten von Reichtum. Organisieren wir uns für eine bessere Gesellschaft!

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Mrz 22 2012

01.04 Barrikaden-Fest im AZ Köln

Am 1.April 2011 verkündeten die Pazifist_innen des Express den „Frieden von Kalk“. In den vier Tagen zuvor hatten zahlreiche Unterstützer_innen hinter Barrikaden ausgeharrt und somit erfolgreich die polizeiliche Räumung des Autonomen Zentrum verhindert. Am darauffolgenden Tag wurde ein mietfreier Nutzungsvertrag mit der Sparkasse KölnBonn unterzeichnet. Am Abend zog die zur Jubeldemo umfunktionierte „Knall.Bumm.Bang“-Demo quer durch die Stadt zum Autonomen Zentrum. Wir sind wieder eingezogen.
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Mrz 22 2012

Doppel-Demo von ProNrw in Solingen/Remscheid

Leider gibt es keine Aufrufe aus Linken Kreisen, deswegen nur der Verweis auf den Zeitungsartikel der Rheinischen Post:
http://www.rp-online.de/bergisches-land/solingen/nachrichten/polizei-duldet-keine-gewalt-1.2762218


Mrz 7 2012

Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München: Aufstehen gegen Abschiebungen innerhalb Europas am 30.März!

Am Freitag, 30.März 2012 in:+++ Berlin (Tegel) um 17 Uhr +++ Düsseldorf um 17 Uhr +++Frankfurt am Main (Flughafenterminal 1) um 17 Uhr +++ Hamburg (Flughafenterminal 1) um 18 Uhr +++ München um 17 Uhr +++

Am Freitag, 30.März 2012 in:+++ Berlin (Tegel) um 17 Uhr +++ Düsseldorf um 17 Uhr +++Frankfurt am Main (Flughafenterminal 1) um 17 Uhr +++ Hamburg (Flughafenterminal 1) um 18 Uhr +++ München um 17 Uhr +++
„Dublin II bedeutet, sie spielen Fußball mit uns, schießen uns von einem Land ins nächste, sie spielen mit uns und verschwenden unsere Zeit.“
(Jugendlicher aus Afghanistan, vor der Abschiebung nach Ungarn durch halb Europa geflohen)

Wir alle kennen Abschiebungen – aber dass ein Drittel aller Abschiebungen innerhalb der EU stattfindet, könnte Vielen eher neu sein. Fast dreitausend sogenannte „Dublin-Überstellungen“ waren es im vergangenen Jahr aus Deutschland. Grundlage dafür ist die sogenannte Dublin II-Verordnung. Anders als der Name glauben macht, werden die Betroffenen jedoch nicht nach Dublin, sondern zumeist nach Rom, Mailand, Budapest oder Malta verfrachtet.
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Mrz 5 2012

13.3 Düsseldorf: Sammelabschiebung nach Serbien, Belgrad

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Sammelabschiebung nach Serbien, Belgrad
Di. 13.03. 2012 ab Düsseldorf-Flughafen
Protest:

Düsseldorf Flughafen Di 13.3.2012
8:00 h Gate „F“ zwischen Feuerwehr und Tor 36
(gegenüber Parkhaus 7) – Solidarität mit den Flüchtlingen
10:00h Terminal B, Abflughalle – lautstarke Demonstration

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Exakt einen Monat nach der letzten Abschiebung nach Serbien soll der
nächste FRONTEX-Sammelcharter dorthin starten.
Betroffen sind vor allem Roma, aber auch Serben/_innen und andere
Menschen, denen ein Aufenthaltsrecht in der BRD verweigert wird,
ungeachtet der persönlichen, familiären Situation, ungeachtet davon,
dass viele der Abzuschiebenden ihr angebliches „Herkunftsland“ nur aus
Erzählungen der Eltern kennen.
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